Michael

Als junger Mann hatte ich die Möglichkeit eine Ausbildung zum (damals noch) Versicherungskaufmann zu machen. Die Vorurteile gegen die Versicherungsbranche waren jedoch so groß, dass ich mich dagegen entschieden habe. Erst am Ende meiner Ausbildung zum Kaufmann im Groß- und Außenhandel nahm sich ein Versicherungsmakler die Zeit, die ich brauchte und erklärte mir mit Hilfe des Maklerprinzips, wie man Menschen richtig versichert und finanzielle, sowie vertragliche Vorteile für seine Kunden erarbeitet – damit hatte er mich.

Genau dies ist bis heute mein Antrieb. Eine ganzheitliche, individuelle Betrachtung der Versicherungssituation im Interesse meiner Kunden.

Nach dem Abschluss meiner Ausbildung begann ich direkt für diesen Makler zu arbeiten und startete gleichzeitig meine Weiterbildung zum Versicherungsfachmann. Innerhalb von vier Jahren lernte ich mit Berührungsängsten umzugehen und zu verkaufen. In dieser Zeit baute ich mir völlig eigenständig einen eigenen Kundenstamm auf. Ich wiederstand dem verführerischen Vergütungssystem und verdiente inzwischen gutes Geld, ohne die Interessen und Wünsche meiner Kunden aus den Augen zu verlieren. Die negative Sicht der Menschen auf die Versicherungsbranche ließ mich jedoch nie wirklich kalt und war ein wichtiger Antrieb, mich weiter zu entwickeln und durch Fachwissen positiv von Wettbewerbern abzuheben. Somit absolvierte ich 2006 meine Prüfung zum Bauspar- und Finanzfachmann. Das reichte aber auch nicht und ich wollte weiter besser werden, Abläufe optimieren, Produkte besser filtern und all das, was zu meiner Idealvorstellung eines Dienstleitungsunternehmens passt. Leider konnte ich dieser Idee als Mitarbeiter eines Maklerbüros nicht näher kommen, als bereits geschehen. Also verließ ich mit einem weinenden Auge meinen Mentor und gründete 2007 mein eigenes Unternehmen. Wie immer in meinem Leben, habe ich auch diese Entscheidung offen und ehrlich beschritten, woraus sich eine noch heute andauernde Freundschaft mit dem Inhaber des Maklerbüros entwickelt hat, der mich so lange begleitet und unterstützt hat.

Gleichzeitig schrieb ich mich für mein Studium zum Versicherungsfachwirt ein, heiratete und wurde zum 2. Mal Vater.

Mein Unternehmen entwickelte sich gut, wir bauten Mitarbeiter auf, bildeten aus, residierten in einer tollen Villa in Bielefeld und die Aufbau- und Ablauforganisation lief annähernd so, wie ich es mir vorstellte.

Ende 2011 kam aber wieder ein Punkt, an dem ich auch hier an natürliche Grenzen stieß. Der Umsatz wurde zwar jedes Jahr größer, durch die rechtlichen Auflagen, die Bürokratie, die fehlende digitale Entwicklung in der Branche und die gesamte dadurch sehr aufwendige Administration stagnierte jedoch der Gewinn.

Dies war der Moment, den nächsten Schritt zu gehen – Die Geschichte von safe.me